Varizen war vor der Schwangerschaft

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Die Venenmittel gehören zu den Medikamenten, die in der medizinischen Literatur wenig besprochen, aber bei Arzneimittel-Verschreibenden wie auch bei Laien aktiv beworben werden. Eine Übersicht in der pharma-kritik zum Thema "Orale Venenpharmaka" kam zum Schluss, dass die vorliegenden Studien problematisch seien und der klinische Nutzen von Venenpharmaka gesamthaft nicht genügend dokumentiert sei.

Ziel der aktuellen Nummer ist in erster Linie, den heutigen Stand der klinischen Dokumentation der Venenmittel zu sichten. Hauptsächlichstes Einsatzgebiet der hier besprochenen Medikamente sind sogenannte "venöse Beinbeschwerden", worunter Schmerzen, Varizen war vor der Schwangerschaft, Schwere- und Spannungsgefühl, Müdigkeit und Muskelkrämpfe vorwiegend im Unterschenkel und Knöchelbereich verstanden werden.

Weil solche Varizen war vor der Schwangerschaft auch ohne objektive Zeichen einer venösen Dysfunktion auftreten können, ist ihre venöse Genese in der Praxis häufig Spekulation.

Auch Varizen allein korrelieren schlecht mit dem Auftreten von Beschwerden. Eine chronische venöse Insuffizienz wird klinisch diagnostiziert und entsprechend dem Vorhandensein von Ödemen, Varizen war vor der Schwangerschaft, dilatierten subkutanen Venen, Veränderungen der Hauttrophik und Hautdefekten in Schweregrade eingeteilt.

Die Veränderungen sind Folge der venösen Stase. Als Mittel der ersten Wahl bei der Behandlung der chronischen venösen Insuffizienz gilt die Kompressionstherapie. Mit dem Druck von aussen wird der venösen Stase entgegengewirkt. Gut belegt ist, dass mit der Verwendung von Unterschenkel-Kompressionsstrümpfen das Risiko für ein postthrombotisches Syndrom nach einer tiefen Beinvenenthrombose verringert wird. Der Nutzen bei Ödemen anderer Genese ist weniger gut untersucht.

Empfohlen werden je nach Schweregrad der Störung Unterschenkel-Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklasse 2 Knöcheldruck etwa 30 mmHg oder seltener der Klasse 3 Knöcheldruck etwa 40 mmHg. Damit sie möglichst gut sitzen, sollen die Strümpfe morgens und bei Ödemen erst nach Vorbehandlung mit Bandagen und eventuell Diuretika angepasst werden.

Häufigstes Problem bei der Kompressionstherapie ist der Widerwillen gegen das Tragen der als störend empfundenen Strümpfe. Vor allem in der warmen Jahreszeit sind viele Leute Varizen war vor der Schwangerschaft ungenügend für ein konsequentes Tragen zu motivieren. Als Komplikationen können sehr selten Drucknekrosen auftreten, weshalb die Kompressionstherapie bei schwerer arterieller Durchblutungsstörung als kontraindiziert gilt.

Für keines der hier unter dem Titel "Venenmittel" besprochenen Medikamente konnte eine Beeinflussung des Verlaufes einer chronischen venösen Insuffizienz nachgewiesen werden, Varizen war vor der Schwangerschaft. Die kontrollierten klinischen Studien konzentrieren sich auf die Beeinflussung von Symptomen und Befunden wie beispielsweise Spannungsgefühl oder Beinvolumina.

Daneben existieren einzelne Studien zum Einsatz bei der Behandlung von venösen Ulzera und bei oberflächlichen Thrombophlebitiden. Bei der Behandlung von Thrombosen des tiefen Venensystems haben sie keinen Platz. Andere bei einzelnen Mitteln angegebene Indikationen wie z. Lymphödeme, Hämorrhoidalbeschwerden oder Mikroangiopathien können hier aus Platzgründen nicht besprochen werden, ebensowenig wie Präparate, welche nicht auf der Spezialitätenliste des Bundesamtes für Sozialversicherung geführt werden.

Mehrere orale und lokale Venenmittel enthalten Extrakte aus Rosskastanien Aesculus hippocastanum. Als mögliche Wirkungsmechanismen wurden experimentell eine Tonisierung der Venen, eine Reduktion der Gefässpermeabilität und eine Hemmung der Leukozyten-Aktivierung in den betroffenen Körperregionen nachgewiesen.

Die Wirksamkeit von Rosskastanienextrakten bei der Behandlung der chronischen venösen Insuffizienz wurde in mehreren kontrollierten Studien geprüft.

In einer wichtigeren neueren Studie wurde die Wirksamkeit nicht nur mit Placebo, sondern auch mit einer Kompressionsbehandlung verglichen. Das Volumen des stärker betroffenen Beines stieg in der Placebogruppe noch leicht an.

Im Vergleich dazu nahm es in beiden aktiven Behandlungsgruppen signifikant ab. Die Kompressionsbehandlung führte zu einer schnelleren Abnahme, am Ende der 12wöchigen Behandlung war das Ausmass der Reduktion in der Medikamentengruppe aber vergleichbar minus 44 ml gegenüber minus 47 ml. Die verfügbaren randomisierten Studien mit Rosskastanienextrakten bei chronischer venöser Insuffizienz wurden in einer systematischen Übersicht zusammengefasst.

Wie die Autoren selbst festhalten, haben alle Studien gewisse Schwächen und das Risiko eines "publication bias" ist bei alternativmedizinischen Studien besonders gross. Aufgrund der publizierten Studien wird der Nutzen von Rosskastanienextrakten deshalb möglicherweise überschätzt.

Drei Studien, in denen Rosskastanienextrakte mit Hydroxyethylrutosiden verglichen wurden, konnten keine signifikanten Unterschiede in der Wirksamkeit zu Tage fördern. Vergleichsstudien mit anderen Behandlungen liegen nicht vor. In den Studien werden Pruritus, Nausea und andere gastrointestinale Symptome, Kopfschmerzen und Unruhe als häufigste unerwünschte Wirkungen angegeben. Diese waren insgesamt etwa gleich häufig wie unter Placebo. Die Datenbasis, auf die sich eine Aussage über die Verträglichkeit stützen muss, ist aber relativ schmal.

Noch schlechter abschätzen lässt sich bisher das Interaktionspotential von Rosskastanienextrakten. Rutoside gehören zu den Flavonoiden, gelben Pigmenten mit einer Benzopyron-Ringstruktur, die in verschiedenen Pflanzen vorkommen. Unter Versuchsbedingungen reduzieren sie die kapilläre Filtration und verbessern Varizen war vor der Schwangerschaft mikrovaskuläre Perfusion, möglicherweise über eine Hemmung der Erythrozytenaggregation. Auch antioxidative Eigenschaften und eine Affinität zur Venenwand wurden nachgewiesen.

Zu medizinischen Zwecken am häufigsten verwendet werden Hydroxyethylrutoside, semisynthetische Abkömmlinge von Rutin. Die terminale Plasma-Halbwertszeit wird mit 10 bis 25 Stunden angegeben.

Wahrscheinlich werden die Rutoside hepatisch metabolisiert, Genaueres dazu ist aber nicht bekannt, Varizen war vor der Schwangerschaft. Oxerutin wird neben oralen Applikationsformen auch zur lokalen Behandlung angeboten.

Die Wirksamkeit von Oxerutin wurde in verschiedenen Studien bei Personen mit einer chronischen venösen Insuffizienz untersucht, Varizen war vor der Schwangerschaft. In einer der neueren Arbeiten wurden beispielsweise Patientinnen mit einer chronischen venösen Insuffizienz Grad II Ödem, Phlebektasien und Varizen war vor der Schwangerschaft Hautveränderungen mit Kompressionsstrümpfen Klasse 2 behandelt. Zusätzlich erhielten sie doppelblind für 12 Wochen Varizen war vor der Schwangerschaft 2mal täglich mg oder Placebo.

In der aktiv behandelten Gruppe nahmen die Beinvolumina signifikant stärker ab als in der Placebogruppe minus 64 ml gegenüber minus 33 ml. Bei den Symptomen schwere, müde Beine, Spannungsgefühl, Kribbelgefühl liess sich kein dauerhafter Unterschied beobachten. Wenig überzeugend sind die Resultate bei der Behandlung von venösen Ulzera, Varizen war vor der Schwangerschaft. Einzelne Studien zeigten zwar eine grössere Abheilungsrate gegenüber Placebo, eine statistische Signifikanz wurde aber nicht erreicht.

In den 70er Jahren wurden Hydroxyethylrutoside auch bei schwangeren Frauen mit Varizen und venösen Beschwerden untersucht. Wie die Rutoside zählen Diosmin und Hesperidin zu den Flavonoiden. Beide kommen hauptsächlich in Zitrusfrüchten vor. Ähnlich wie Aescin und Hydroxyethylrutoside bewirkt Diosmin unter Versuchsbedingungen eine Zunahme des Venentonus und eine verminderte kapilläre Permeabilität und verfügt über antioxidative Eigenschaften.

Die Substanz interferiert mit dem Prostaglandinstoffwechsel und hemmt die Adhäsion von Leukozyten an der Gefässwand. Die Resorptionsrate von Diosmin beim Menschen ist nicht bekannt.

Mikronisierte Präparate werden im Tierversuch besser resorbiert als nicht-mikronisierte. Diosmin wird mit einer Halbwertszeit von 11 Stunden aus dem Plasma eliminiert.

Die Ausscheidung erfolgt initial über den Urin, später hauptsächlich über die Faeces in Form verschiedener Metaboliten. Genaueres über den Metabolismus ist aber nicht bekannt. Die Resultate von drei dieser Studien zeigten zusammengenommen eine signifikante Abnahme der Knöchelumfänge und der Beschwerden bei Personen.

Dabei wurden Ödeme und Symptome in allen Gruppen in ähnlichem Ausmass vermindert. Unter Versuchsbedingungen vermindert Calciumdobesilat die kapilläre Permeabilität und Krankenhaus Yekaterinburg Varizen Blutviskosität und hemmt die Thrombozytenaggregation.

Bei oraler Einnahme werden maximale Plasmakonzentrationen nach 6 Stunden erreicht. Die Plasmahalbwertszeit beträgt 5 Stunden. Sie erhielten für 4 Wochen doppelblind Calciumdobesilat 3mal täglich mg oder Placebo.

Auch die Beschwerden Schmerzen, Muskelkrämpfe, schwere und unruhige Beine, Parästhesien wurden stärker gebessert. Unerwünschte Wirkungen waren in der zitierten Studie ähnlich häufig wie unter Placebo. Ausserdem wurden in Studien auch Hautreaktionen, Fieber und Gelenkschmerzen beobachtet.

Schwerer wiegen Agranulozytosen, Varizen war vor der Schwangerschaft, die unter Behandlung mit Calciumdobesilat auftreten können, Varizen war vor der Schwangerschaft. Sie empfiehlt die Kontrolle des Blutbildes Varizen war vor der Schwangerschaft Anzeichen von Infektionen. Bei Niereninsuffizienz soll die Dosis reduziert werden.

Studien zur Anwendung in der Schwangerschaft fehlen. Interaktionen sind keine bekannt. Auf der Spezialitätenliste des Bundesamtes für Sozialversicherungen werden ausser den bisher genannten noch vier weitere Präparate als orale Venenmittel geführt. Es gibt keine kontrollierten Studien mit klinischen Endpunkten mit diesem Präparat.

Nach 60 Tagen fand sich Thrombophlebitis von dem, was passiert, signifikanter Unterschied bezüglich Spannungsgefühl, schweren Beinen und anderen Symptomen. Auch die Knöchelumfänge waren leicht zurückgegangen.

Vor allem in Kombinationspräparaten wurden auch Mutterkornalkaloide wie Dihydroergotamin z. Ein Nutzen ist aber unter kontrollierten Bedingungen ungenügend dokumentiert und die Risiken einer Dauerbehandlung vergleichsweise hoch Ergotismus.

Kontrollierte klinische Studien mit extern applizierten Venenmitteln sind rar. Belegt werden konnte, dass oberflächliche Thrombophlebitiden auf eine Behandlung mit einem Heparin- oder Heparinoid-Präparat z, Varizen war vor der Schwangerschaft. In der Studie, die heutigen Standards kaum noch Varizen war vor der Schwangerschaft dürfte, wurde das Kombinationspräparat Welche Übungen sind für Krampfadern nützlich den 92 Behandelten mit verschiedenen venösen Leiden als wirksamer eingestuft.

Untersucht wurden 57 Personen, welche schon früher an venösen Beschwerden gelitten hatten, aber keine schwerere venöse Insuffizienz aufwiesen. Das Gel wurde bei Reiseantritt erstmals und dann alle 3 bis 4 Stunden eingerieben. In der Verumgruppe war die maximale Zunahme des Unterschenkelumfanges während des Fluges signifikant geringer. Desgleichen wurden weniger Schmerzen, Schwere- und Spannungsgefühl angegeben. Bei den unerwünschten Wirkungen von externen Venenmitteln stehen Kontaktekzeme an erster Stelle.

Dies gilt natürlich nicht nur für verschreibungspflichtige Mittel, sondern auch für Salben und Cremen, welche aus der Drogerie oder von Angehörigen stammen. Bei Ekzemen an Beinen und Händen sollte immer daran gedacht werden. Weil die Gefahr einer Sensibilisierung besonders gross ist, wenn Externa in der Nähe von Hautdefekten angewendet werden, soll Patienten mit Beinulzera von der Applikation von Venensalben abgeraten werden.

Der Nutzen von Venenmitteln nimmt sich insgesamt bescheiden aus und keines der Mittel beeinflusst den Verlauf der Erkrankung. Ihre Verschreibung drängt sich in der Praxis heute kaum auf. Für eine Reihe von oralen Venenmitteln kann ein symptomatischer Nutzen bei Beinbeschwerden im Rahmen einer chronischen Varizen war vor der Schwangerschaft Insuffizienz als genügend dokumentiert gelten.

Namentlich gilt dies für Rosskastanienextrakte, Hydroxyethylrutoside, Diosmin und Calciumdobesilat. Schwerere Nebenwirkungen sind mit Ausnahme von Calciumdobesilat bisher nicht bekannt geworden.


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